Vergleichstest der Samsung S1 – S2 – S3 Modelle

Warum die Galaxy Reihe eigentlich so heißt wie sie heißt, hat der südkoreanische Elektro-Riese Samsung nie bekannt gegeben. Sicher ist jedoch, dass die einzelnen Modelle mit ihren zahlreichen Möglichkeiten und Besonderheiten die unendlichen Weite unserer Galaxie gut darstellen können.
Außerdem lässt sich eine regelrechte Evolution innerhalb der einzelnen Geräte entdecken.

Ausgehend vom S1 (oftmals auch unter dem Namen S I9000 zu finden) entstanden schließlich viele Untergruppen, wie etwa die Galaxy W, Y oder M Reihe. Größere Sprünge in dieser Handy-Entwicklung stellen allerdings das S2 und das (erst Ende Mai erhältliche) S3 dar. Worin sich die Meilensteine der Galaxy Reihe ähneln oder unterscheiden und mit welchen Besonderheiten die High-End Handys aufwarten können, zeigt der direkte S1 – S2 – S3 Vergleich.

Design

Am Anfang war das S1, und Samsung sah, dass es gut war – allerdings nicht gut genug. Dies gilt insbesondere für das Äußere. Denn im Vergleich zum S3 wirkt das S1 noch relativ plump, beinahe klobig. Zudem beschwerten sich viele Kunden über die diversen Plastikapplikationen. Letztere hat Samsung bis hin zum S3 allerdings nicht ersetzt, sondern lediglich mit einer kleinen Chromleiste verziert und mit einer leichten Riffelfläche angenehmer in der Handhabung gestaltet.

Dank des Kunststoffs (welches im Gegensatz zu diversen Konkurrenzmodellen sehr gut verarbeitet wurde) können die einzelnen Geräte übrigens sehr geringe Gewichte vorweisen: Das S1 wiegt 118, das S2 sogar nur 116 und das S3 überraschende 133 Gramm. Zudem lässt sich ein deutlicher Trend in den Ausmaßen entdecken: War das S1 noch recht kompakt, wartet das S3 mit regelrechten XXL-Ausmaßen auf: Satte 13,7 x 7,1 Zentimeter misst das Handy. Allerdings hat das S3 mit einer Tiefe von gerade einmal 8 Millimeter rund 4 Millimeter abgespeckt!

Bildschirm

Eines vorweg: Die Hardware hat sich von Gerät zu Gerät stetig verbessert; es gibt also keine „Rückschläge“ in der Evolutionsgeschichte der Galaxy Modelle.
So besaß zwar selbst das S1 einen klaren AMOLED Screen, der sämtlichen Konkurrenten die Show stahl, doch im Vergleich zum Super AMOLED Bildschirm des S2 oder des S3 hat sich die Qualität letzterer Modelle noch einmal deutlich in Richtung High-End bewegt. Zudem hat die Größe stetig zugenommen: Waren mit dem S1 ein 4 Zoll und mit dem S2 ein 4,3 Zoll großer Bildschirm zu nutzen, darf der zukünftige Besitzer des S3 einen 4,8 Zoll großen Super AMOLED Screen genießen. Die Auflösung dessen beträgt außerdem satte 1.280 x 720 Pixel!

Dank neuer Bildschirmtechniken und der Weiterentwicklung der hauseigenen Benutzeroberfläche TouchWiz konnte zudem die Berührungsempfindlichkeit der Anzeigen im Laufe der Zeit verbessert werden.

Prozessor, Speicher und Akku

Im Inneren der Smartphones lassen sich ebenfalls deutliche Leistungssteigerungen erkennen. Konnte das S1 zwar mit einem durchaus flotten 1 GHz starken „Hummingbird“ Prozessor aufwarten, darf das S2 mit einem noch einmal etwas schnelleren Dual-Core Prozessor auftreten und das S3 letztendlich mit einem vierkernigen Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,4 GHz pro Kern glänzen!

Zudem wurde der Speicher von 8 auf 16 GB ausgebaut – eine Speichererweiterungsmöglichkeit per Micro-SD-Karten-Nachschub ist übrigens bei allen Modellen gegeben. Zudem bietet das S3 auf Wunsch auch einen 32 oder sogar 64 GB großen internen Speicher – für einen kleinen Aufpreis versteht sich.

Zu guter Letzt seien noch die verschiedenen Akkus erwähnt: Nicht nur die Veränderung der mAh Zahlen von damaligen 1.500 (S1) über 1.650 (S2) bis zu den aktuellen 2.100 mAh zeugen von einer Entwicklung: Auch der Stromfluss und die einzelnen Hardwarekomponenten wurden stromsparender konzipiert.

Digitalkameras

Das S1 bot zum damaligen Verkaufsstart (Dezember 2010) bereits eine der besten Handy-Linsen seiner Zeit. Allerdings sorgte ein fehlender Blitzlicht und eine etwas längere Auslösezeit für Murren unter den Hobby-Fotografen.

Dies änderte sich jedoch mit dem S2: Blitzlicht, Geo-Tagging und eine noch einmal höhere Auflösung (8 Megapixel) verliehen der Galaxy Reihe endgültig den ersten Platz in der Disziplin „Kameraqualität“. Mit dem S3 wird Samsung diesen Platz wohl weiterhin verteidigen dürfen: Ein zusätzliches Kamerasoftware-Paket, welches nun beispielsweise von jeder Person eines Gruppenfotos ein eigenes Profil erstellt, setzt der mobilen Fotografie das Sahnetüpfelchen auf.

Übrigens: Beim ersten Modell der Galaxy Reihe war noch keine Frontkamera zwecks Videotelefonie vorhanden. Dies änderte sich natürlich mit dem S2 und einer 2 Megapixel starken Kamera.

Software

Einen grundlegenden Fortschritt stellt zunächst die Weiterentwicklung des Betriebssystems „Android“ dar. Kam das S1 noch mit der Version 2.1 alias Eclair auf den Markt, bot das S2 beim Start die Version 2.3 (Gingerbread). Das S2 wurde mittlerweile auf die derzeit aktuelle Version 4.0 Ice Cream Sandwich aktualisiert, das Galaxy S3 geht direkt mit der aktuellen Version 4.0 ICS an den Start.

Zudem wurde die Benutzeroberfläche TouchWiz stets verbessert: Auf dem ersten Galaxy Modell war noch die 3.0 Version am Werke, auf dem S3 wird sich die 4.0 Version finden lassen.

Doch damit nicht genug: Die neue Sprachsteuerungssoftware „S Voice“ wird in Zukunft der bisherigen Siri Stimme des iPhones mächtig Konkurrenz machen. Zudem soll das S3 „selbstständig denken“ können, und durch die Gestikbeobachtung des Benutzers mittels Frontkamera die Bedienung des Smartphones unterstützen!

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